12.04.-05.05.2019 / Kunstverein Kaponier / Mäder-Gutz / Meydan

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Eröffnung: Freitag, 12. April, 20:00 Uhr

Kunstverein Kaponier / Mäder-Gutz, Meydan
12.04.-05.05.2019

Mäder-Gutz / Meydan

Ellen Mäder-Gutz: Zentraler Bezugspunkt für das Schaffen der in Freyenstein, Vechta und Berlin lebenden Künstlerin ist die Natur: Organisches, vor allem Florales und darin vorzugsweise Blüten. Das Auf- und Ausblühen, die Entfaltung der Gestalt dient als Referenz für einen bildnerischen Prozess, der das Wirken und Wesen des Natürlichen aufgreift. Das vertraute Bild von Blüten nimmt in den Kompositionen von Ellen Mäder-Gutz eine neue Gestalt an, eine Zuspitzung von Exotik und Erotik verführt zum Blickkontakt. Auch wenn diese Perspektive nicht die einzige ist: Die sexuellen Konnotationen sind angesichts der häufig Geschlechtsorganen ähnlichen Blütenformen kaum zu ignorieren. Sie besitzen etwas von der sublimen Anspielungskraft der berühmten Arbeiten von Georgia O’Keeffe, hinzu kommt eine grafische Reduktionskraft, wie sie etwa Elsworth Kelly in seinen grandiosen Pflanzenzeichnungen ausgebildet hat.

Rainer Beßling

Ellen Mäder-Gutz, geb. 1954 in Bergfelde. Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. Apl. Professur an der Universität Vechta

Emre Meydan: Seine Arbeiten stellen menschenleere Innen- und Außenräume dar, die auf ihre Essenz reduziert werden. Architektonische Details, wie Wände und Ecken, werden als geometrische Formen abgebildet. Die gemalten Licht und Schatten erzeugen zusätzliche Farbflächen. Bei den Leinwänden wird der Stoff oft auf unkonventionelle Weisen auf Rahmen gespannt, um mehr Tiefe zu schaffen. So entsteht ein zweiter Raum im Rahmen, der manchmal mit dem dargestellten Motiv übereinstimmt, und manchmal bewusst dagegen wirkt. Neben Leinwänden gibt es auch gefärbte Holzobjekte, die isometrische Raumpläne darstellen. Einige Arbeiten Meydans lassen sich nicht vom Rahmen begrenzen, sondern verbreiten sich auf der Wand. Andere darstellen/spiegeln den umgebenden Ausstellungsraum oder integrieren sich in die Architektur. Dadurch entsteht ein Bezug zwischen der Arbeit und ihrem Ausstellungsort. Meydan arbeitet auch mit Fotografie, Video und Klang. Wie bei seiner Malerei sind diese Arbeiten auch Versuche, die Essenz stiller Augenblicke festzuhalten.

M. Emre Meydan, geb. 1982 in Ankara. Studium Freie Kunst, Malerei. Dokuz Eylül Universität, Fakultät Freie Kunst,Izmir. Meisterschülerstudium bei Prof. Heike Kati Barath,Hochschule für Künste,Bremen Lebt und arbeitet in Northeim

Abbildung oben:
Hof halten. Tafelbild: Emre Meydan, Objekt: Ellen Mäder-Gutz

Infos

Kunstverein Kaponier
Große Straße 47
49377 Vechta
Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr: 16-18 Uhr
Do 18-20 Uhr
Sa, So, Feiertag 11-13 Uhr
So und Feiertag 15-18 Uhr

Galerie Webseite

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