Interview mit Christian Hans Albert Hoosen

2820335_1_articlefancybox_H0202936

Hans Albert Hoosen, geboren 1981, stellt vom 03. bis 27. Februar 2019 im Kunstverein Achim aktuelle Werke unter dem Titel „Coryfin 100 – Bilder für mehr Wohlbefinden“ aus. 

 

ArtBremen: Welche Einflüsse aus der Kunst bewegen dich zurzeit?
Seit jeher ziehe ich meine Lehren aus sozialgesellschaftlichen Tendenzen und Verhaltensmustern der 60er bis späten 90er Jahren und bilde Verknüpfungen mit der Gegenwart. Es ist weniger Einfluss, mehr anthropologische Erkenntnis, was dann zu meiner Arbeit wird.

ArtBremen: Wie sehr verstehst du deine Arbeiten als politisch? Ich bin ein politischer Mensch mit einer Meinung und einem Handeln. Direkten Einfluss auf meine Arbeit hat das eigentlich nicht. Ich spiele gerne mit propagandistischen Aussagen, die müssen aber nicht zwangsläufig mit meiner eigenen Meinung zu tun haben.

ArtBremen: Welchen roten Faden ziehst du durch deine Arbeiten?
Die Figürlichkeit und das konkrete Darstellen von Situationen würde ich als roten Faden bezeichnen. Ob in Zeichnung, Malerei oder Skulptur, man kann schon über die letzten 10 Jahre erkennen wo der Hase läuft. Ich halte mir allerdings immer offen, diesen Pfad auch mal zu verlassen.

ArtBremen: Wie entscheidest du, ob du skulptural, collageartig oder malerisch arbeitest?
Das hängt meistens vom Thema ab. Aber im Großen und Ganzen entscheide ich nicht. Die Arbeit kommt zu mir und innerhalb einer Werkserie passiert es dann. Über die Malerei bin ich zwischenzeitlich mal länger im Skulpturalen hängengeblieben. Das hat gutgetan um sich mal von allen Seiten anzusehen, was ich sonst nur male.

ArtBremen: Wo würdest du deine Kunst am liebsten sehen?
In einem Museum auf einem anderen Planeten, wenn die Herrschaften von dort unseren Planeten zerstört haben.

ArtBremen: Wie bist du am beeindruckendsten gescheitert?
Ich scheitere jeden Tag. Aber am beeindruckendsten, denke ich, als ich im Kaufhof am Alexanderplatz gegen die Glastür gelatscht bin, weil ich dachte, sie ginge von alleine auf. Was sie nicht tat.

ArtBremen: Welches Projekt verwirklichst du, wenn du keine finanziellen Grenzen hast?
Ich hab da so was im Kopf. Dafür brauche ich aber eine riesige Halle, ein oder zwei Dixi-Klos, ein paar hundert Liter Lack und noch einiges an technischem Gerät. Und viel Zeit. Aber ich kann nicht drüber reden. Vielleicht finde ich ja irgendwann nochmal diesen Koffer voll Geld wieder, den ich anscheinend irgendwann mal achtlos habe stehen lassen. Ich melde mich, wenn es soweit ist.

 


Links:

Christian Hoosen auf Instagram
Kunstverein Achim

IMG_0796.jpeg

IMG_0798.jpegIMG_1612.jpeg

44896086_365158127625913_603842071733688349_n-1.jpg


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s